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Noch vor wenigen Jahren wurde die Osteoporose als eine typische Erkrankung der „Frau über 50“ angesehen. Mittlerweile geht man jedoch davon aus, dass es sich bei Osteoporose um eine unerkannte Volkskrankheit handelt, die nicht nur eine immense soziale, sondern auch volkswirtschaftliche Bedeutung hat.

In der Tat sind Männer noch immer weitaus weniger betroffen als Frauen, allerdings sind statistisch gesehen inzwischen 20% aller Osteoporosekranken Männer. Die Anzahl der betroffenen Männer wird in Zukunft aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung und der veränderten Lebensweise weiter ansteigen.

Einige Zahlen zur Osteoporose im Landkreis Altötting verdeutlichen die Brisanz dieser Krankheit:

Allein im Landkreis Altötting mit 110.000 Einwohnern sind 9 % der Bevölkerung an Osteoporose erkrankt. Jährlich ereignen sich im Landkreis Altötting etwa 1.000 osteoporosebedingte Knochenbrüche, davon 150-200 Oberschenkelhals-Brüche, 160-220 Wirbelkörperbrüche, 180-250 Handgelenksbrüche und ca. 500 andere Frakturen.

Die Kosten für die Behandlung dieser Verletzungen belaufen sich geschätzt im ersten Jahr auf 11-14 Mio. € nur im Landkreis Altötting. Hochgerechnet auf ganz Deutschland bedeutet das jährliche Kosten von 5 Mrd. € nur für die Behandlung osteoporosebedingter Knochenbrüche.

Langfristiges Ziel muss deshalb eine Verbesserung der Diagnostik und der Therapie, sowie eine Etablierung einer Prävention der Osteoporose sein. Erreicht werden soll dies im Landkreis Altötting durch das Kompetenzzentrum Osteoporose in der unfallchirurgischen Abteilung der Kreisklinik Altötting. Die Einbeziehung der bereits vorhandenen Klinikstrukturen sowie der niedergelassenen Ärzte im Landkreis, sie sich mit Osteoporose besonders beschäftigen spielt dabei eine zentrale Rolle. Ebenso die Information und Aufklärung der Patienten bzw. Risikogruppen durch Bildungseinrichtungen (z. B. VHS), Broschüren und die statistische Erfassung aller notwendigen und wichtigen Daten.
© 2005 Osteoporose Kompetenzzentrum Altötting